2. Bundes-, Regional- und Verbandsliga der Damen und Herren aktuell

Regionalliga-Herren wieder an der Tabellenspitze

Jan Eike Wegner brachte die Regionalliga-Herren des TSV Schwarzenbek vor dem Entscheidungsdoppel gegen den TTS Borsum durch einen Viersatzerfolg über Nick Kolbe mit 8:7 in Führung.
Jan Eike Wegner brachte die Regionalliga-Herren des TSV Schwarzenbek vor dem Entscheidungsdoppel gegen den TTS Borsum durch einen Viersatzerfolg über Nick Kolbe mit 8:7 in Führung.

Autor: Oliver Zummach

Datum: 22.02.2016

 

Während die besten Damen der Tischtennis-Abteilung des TSV Schwarzenbek gegen die Zweitliga-Tabellenführerinnen vom TuS Uentrop Lehrgeld zahlen mussten (1:6), triumphierten die Regionalliga-Herren aus der Europastadt nach einem vierstündigen Krimi bei Tabellenführer TTS Borsum (9:7).

 

Vor einer großartigen Kulisse von 210 Fans, die ihr Team trotz der drohenden Niederlage in jeder Situation unterstützten, leistete Schwarzenbeks erste Damen-Mannschaft gegen die übermächtigen Meisterschaftsfavoriten aus Uentrop großen Widerstand und erarbeitete sich durch Lena Mollwitz (2:3 gegen Nadine Sillus), Steffi Erxleben (1:3 gegen Elena Shapovalova) und das Doppel Polina Trifonova/Sejla Fazlic (2:3 gegen Shapovalova/Sillus) einige Chancen. Letztlich gelang es jedoch nur der TSV-Spitzenkraft Polina Trifonova, mit 11:8, 13:11, 9:11 und 12:10 gegen Pengpeng Guo den Ehrenzähler auf dem Konto der Gastgeberinnen zu verbuchen.

„Mit der Leistung unserer Spielerinnen bin ich sehr zufrieden. Uentrop ist vermutlich die beste Mannschaft der 2. Bundesliga. Unsere Chancen, die noch notwendigen Punkte für den Klassenerhalt einzuspielen, kommen in den nächsten sechs Wochen.“, äußerte sich TSV-Chef-Coach Mirsad Fazlic nach der Begegnung, an deren Rande er gemeinsam mit Moderator Oliver Hörner dem Publikum auch den neuen Top-Kader des TSV Schwarzenbeks, bestehend aus über zehn Nachwuchshoffnungen im Alter von neun bis zwölf Jahren, vorstellte. „Diese Talente haben das Potential, in einigen Jahren den Sprung in unsere Top-Teams im Damen- und Herren-Bereich zu realisieren.“, so Fazlic.

 

Tags darauf ging es in Borsum hoch her: Viereinhalb Stunden dauerte das sportliche Kräftemessen auf Augenhöhe zwischen dem Regionalliga-Sextett des TSV Schwarzenbek und den gastgebenden Niedersachsen. Letztlich hatten die Europastädter das bessere Ende für sich. Fredrik Lundquist und Sören Wegner gewannen dabei sowohl jeweils ihre beiden Einzel als auch das Eingangs- und das Entscheidungsdoppel, bei dem sie vor 150 Schlachtenbummlern der Kombination Hartmut Lohse/Marius Hagemann keine Chance ließen (11:9, 11:8, 11:9). Zuvor hatte bereits Frederik Spreckelsen in einer Neuauflage des Finalspiels der Norddeutschen Herren-Meisterschaften des Jahres 2015 geglänzt und dem damaligen Titelträger Hartmut Lohse in drei Durchgängen die aktuellen sportlichen Grenzen aufgezeigt (11:9, 11:8, 11:9) sowie im weiteren Verlauf auch Patrick Decker „in Schach gehalten“ (11:9, 10:12, 11:9, 12:10). Für den fehlenden Zähler sorgte der 27-jährige Jan Eike Wegner, der vor dem abschließenden Doppel Nervenstärke bewies und den TSV durch einen Viersatzerfolg über Nick Kolbe mit 8:7 in Führung brachte (12:10, 3:11, 11:4, 11:7).

Schwarzenbeks Tischtennis-Aushängeschild übernahm dank des 9:7-Triumphs in der Turnhalle der Borsumer Grundschule mit 23:3-Punkten auch wieder die Tabellenführung, hat jedoch neben Borsum (22:6) vor allem auch noch die Tabellendritten vom SV Bolzum im Nacken (19:1). „Es ist weiterhin unser Ziel, am Ende der Saison ganz oben zu stehen. Infolgedessen denken wir bei unseren Planungen für die kommende Saison auch über einen möglichen Start in der 3. Bundesliga Nord nach.“, berichtet TSV-Kapitän Achim Spreckelsen, ergänzt aber: „Die Meisterschaft wird erst im April entschieden.“ Das Aufeinandertreffen mit dem SV Bolzum findet erst am 17.04.2016 statt.

 

Derweil zieht Schwarzenbeks zweite Herrenmannschaft weiterhin einsam ihre Kreise und führt nach dem 9:4-Triumph über den SC Itzehoe nun mit 24:0-Zählern in souveräner Manier die Tabelle in der Herren-Verbandsliga an. In der Sporthalle Nord-Ost I bestimmte die Regionalliga-Reserve von Beginn an das Geschehen und brillierte nach einer 2:1-Führung aus den Eingangsdoppeln insbesondere durch die je zweimal erfolgreichen Mirsad Fazlic und Fabian Timmermann auch in den Einzeln. Zudem punkteten Niklas Holz, Klaus Sander und Jannes Paap jeweils einmal.

 

Die dritte Damenmannschaft des TSV Schwarzenbek musste sich unterdessen im Verbandsliga-Top-Spiel den bärenstarken Spitzenreiterinnen vom SC Hohenaspe knapp mit 6:8 geschlagen geben. Trotz großen Engagements reichten die gewonnenen Doppel von Ann Kristin Weber/Luisa Peters und Chiara Steenbuck/Laura Peters sowie die Solo-Erfolge von „Anschi“ Weber (2), Chiara Steenbuck und Michelle Weber in der Endabrechnung nicht aus, um den Meisterschaftsfavoritinnen ein Bein zu stellen. Die positive 31:29-Satzbilanz aus der Sicht der Europastädterinnen tröstete über die Niederlage nicht hinweg. Das Team strebt aber nun die Verteidigung des zweiten Tabellenplatzes an.